Feb
2
2010
In dieser Woche starten in Deutschland gleich zwei exotische Filmfestivals: Africa Alive in Frankfurt am Main präsentiert als Kulturfestival auch Literatur, Kunst und Musik – dieses Mal mit Schwerpunkt Südafrika. Am 3. Februar zeigt das Filmforum Höchst den Eröffnungsfilm Jerusalema. Weitere Filme laufen im Mal Seh’n Kino, im Wiesbadener Caligari und im Murnau Filmtheater (ebenfalls Wiesbaden). Das Festival läuft bis zum 13. Februar.
In Tübingen veranstaltet der Verein Arabischer Studenten und Akademiker das Arabische Filmfestival 2010. Es zeigt vom 3. bis 10. Februar knapp 30 Filme aus Algerien, Marokko, Ägypten, Irak, Libanon, Palästina und Jordanien. Das Schwerpunkt-Thema lautet in diesem Jahr “Kurden in den arabischen Ländern”. Die Filme werden in den Kinos Museum und Arsenal gezeigt.

Afrikanisches Film- und Kulturfestival Frankfurt

Arabisches Filmfestival 2010 Tübingen
no comments | tags: Afrika, afrikanisch, arabisch, Film, Kino | posted in Film
Dez
13
2009
Das Versand-Antiquariat Michael Stein, Schwerpunkt Filmschriften, ist ab sofort unter der Anschrift Kohlenstr. 247, 45529 Hattingen zu erreichen. Die Telefonnummer +49 (0) 2324 200477 sowie selbstverständlich die Email- und Internetadressen info@antiquariat-stein.de und www.film-literature.com bleiben bestehen.
Während unserer Renovierungsarbeiten konnten wir zwei Objekte aus dem antiquariatsnahen Sammelgebiet der Ephemera zu Tage fördern und sichern. Es handelt sich um einen Aufkleber Superman, DC Comics 1977 sowie eine Prilblume, Henkel 1977. Die Stücke wurden am authentischen Ort belassen und durch Abdecken mit einem Kühlschrank vor UV-Licht geschützt.

Superman vs. Prilblume, 1977
no comments | tags: Adresse, Antiquariat, Film, Kino, Pril, Superman, Umzug | posted in Allgemeines, Ephemera
Okt
2
2009
… finde ich ja immer die Verrisse. Das unterhaltsame “Heyne Lexikon des erotischen Films” von Ronald M. Hahn (Heyne, München 1993) kommentiert zum Beispiel “Die nackte Carmen” (Carmen nue / F 1984 / Regie Albert Lopez) so: “Eine auf Crime und lahme Sexeinlagen reduzierte Verfilmung des Prosper Mérimée-Stoffes, ausgeführt von untalentierten Knallchargen. Der Film ist ohne jeglichen Wert und kann nicht mal einen verregneten Nachmittag aufheitern.” Auch schön die Meinung zu “Mädchenhandel lohnt sich nicht” (Massacre pour une orgie / F 1966 / Regie J.-L. Grosdard): “Der Film, der 1966 in Cannes (!) lief, ist ein flink zusammengeschusterter Montagesalat aus dem Abfalleimer einer Schneidewerkstatt. Von weiteren Regiearbeiten Grosdards hat die Welt nie gehört, [...]“.
Nebenbei habe ich beim Beblättern des Heyne Lexikons gelernt, daß Marcello Mastroianni mal in ein und demselben Film wie Dieter Hallervorden gespielt hat.
no comments | tags: Cinema, Erotikfilm, Film, Filmkritik, Kino, Kritik | posted in Bücher, Film
Sep
30
2009
Pünktlich zum Herbstanfang, wenn die Tage dunkler und die Nächte länger werden, wenn alle Welt über Filmtheorie und Filmgeschichte lesen will, habe ich meinen Online-Shop für Filmbücher und Filmzeitschriften neu aufgesetzt. Ich verwende xaranshop® V5.0 , das einen zeitgemäßen Shop aus einer Datenbank generiert. Er ist seit einigen Tagen online und läuft rund. Außerdem bin ich zum sympathischen Web-Hoster Host Europe GmbH umgezogen, wo jetzt auch dieser Blog liegt.
no comments | tags: Cinema, Film, Filmbücher, kaufen, Kino, online-shop, relaunch | posted in Allgemeines, Film
Jun
19
2009
-
-
Horst Janson war auch mal ein frecher junger Leut (1959).
Sokrates soll zu dem Thema ja gesagt haben: “Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten …”
no comments | tags: Film, Jugend, Kino, Michael Verhoeven, UFA, Werbung | posted in Ephemera
Jun
11
2009
Das Kino war ein effektiver Bestandteil von Joseph Goebbels’ Propagandamaschine für den Nationalsozialismus. Zahllose Schauspieler ließen sich für die Sache des faschistischen Regimes instrumentalisieren, viele waren unpolitisch oder naiv, manche waren opportunistische Karrieristen. Die Grenzen dazwischen waren fließend. Wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft gab es viele Gründe, bei Partei und “Führer” in Ungnade zu fallen: Wehrkraftzersetzung (ein politischer Witz in der Theaterkantine und ein defaitistischer Brief brachten den Schauspieler Robert Dorsay aufs Schafott) oder “Versippung” mit Juden: Im Herbst 1938 befindet sich der Schauspieler Joachim Gottschalk beim Dreh des Gustav Ucicky Films “Aufruhr in Damaskus” in Nordafrika, während Deutsche in der Heimat ihre jüdischen Mitbürger in der sogenannten Reichskristallnacht terrorisieren. Gottschalk ist mit der jüdischen Schauspielerin Meta Wolff verheiratet, sie haben einen Sohn, Michael. Meta leidet seit Jahren unter einem Auftrittverbot, sie darf nicht mehr als Schauspielerin arbeiten. Gottschalk steht zu seiner Frau und lehnt eine Scheidung ab, er nutzt den Schutz des zynischen Privilegs der “Mischehe”.Im Jahr 1941, die “Endlösung” ist beschlossene Sache und Hans Hinkel, Goebbels Sonderbeauftragter für Juden im Kulturbetrieb, befiehlt Gottschalk die Scheidung, wird der Druck auf die Familie zu groß: In der Nacht vom 5. auf den 6. November flüchten Joachim und Meta mit ihrem Sohn mit Hilfe von Schlaftabletten und Erdgas in den Freitod. Der Schauspieler René Deltgen findet sie in ihrer Berliner Wohnung. Joseph Goebbels verbietet jeden Nachruf. Trotzdem organisieren Freunde, darunter Brigitte Horney, Ruth Hellberg, Gustav Knuth, Wolfgang Liebeneiner und Hans Brausewetter die gemeinsame Beisetzung auf dem Südwest-Kirchhof in Stahnsdorf.
-
-
Joachim Gottschalk: Aufruhr in Damaskus BFK 2927
-
-
Joachim Gottschalk: Aufruhr in Damaskus BFK 2927
Quellen:
Liebe, Ulrich: Verehrt, Verfolgt, Vergessen – Schauspieler als Naziopfer / Quadriga, Weinheim 1992
Moeller, Felix: Der Filmminister – Goebbels und der Film im Dritten Reich / Henschel, Berlin 1998
Hennig, Klaus J.: Oder man geht zugrunde … / Die Zeit Online, http://www.zeit.de/2004/15/ZL-Gottschalk_2f15
wikipedia.de: Meta Wolff / http://de.wikipedia.org/wiki/Meta_Wolff
Illustrierter Film-Kurier Nr. 2927: Aufruhr in Damaskus / Franke, Berlin 1939
no comments | tags: BFK, Faschismus, Film, Goebbels, Kino, Nationalsozialismus, Propaganda, Schauspieler, Schauspielerin, Verfolgung, Vernichtung
Mai
30
2009
Am Sonntag, 7. Juni 2009 nehmen wir am Bücher- und Bouquinistenmarkt auf dem Rosenplatz und vor der Diözesanbibliothek im Kuhviertel in Münster teil. Wir werden unseren Stand größtenteils mit Filmbüchern und Film-Zeitschriften bestücken. Cineasten finden eine große Auswahl an Biographien von Schauspielern und Regisseuren, außerdem Filmtheorie, Genrebetrachtungen und Bildbände.
no comments | tags: Büchermarkt, Cinema, Film, Filmbuch, Filmzeitschriften, Kino